In 2016 zog es uns zum 1. Mal in Richtung Afrika. Wir entschieden uns für das Bahari Beach Hotel in Mombasa in Kenia.

1.) Die Planung & Vorbereitung
2016 sollte nicht unser Jahr bzgl. Urlaub sein. Wir hatten uns für KENIA entschieden mit Zwischenlandung in Istanbul. Das günstigste Angebot gab es in Verbindung mit TURKISH AIRLINES- Flügen, also sogar mit Europas bester Airline. Zu Anfang waren wir guter Dinge. Doch dann kamen z.B. die Anschläge von Istanbul und die Putsch- Geschichte, ob sie nun erfolgreich war oder nicht. Jedenfalls war das mulmige Gefühl in der Magengegend dieses Jahr fast immer vorhanden.
Impftechnisch stimmten die Anforderungen für Kenia unseren Recherchen zufolge nahezu komplett mit denen für Thailand überein, weshalb wir noch von unseren Impfungen aus dem Vorjahr profitieren konnten.
Was aber für Kenia unbedingt noch erwähnt werden muß, man braucht da ein Visum, was man sich selbst beschaffen muß. Das Visum gibts HIER. Wir haben auch hier wieder verschiedene Wege gefunden, die teilweise doppelt so hohe Preise verlangten wie beim angegebenen Link. Mit Preisen zwischen 40 und 50EUR pro Person müssen Sie aber rechnen.

Safari Kenia

2.) Die Anreise
Wie bereits erwähnt, wir sind mit Turkish Airlines geflogen. Start war wieder am Flughafen Frankfurt\M. . Zu unserem Pech plante die Deutsche Bahn ausgerechnet für diesen Tag eine Vollsperrung auf unserem Weg zum Flughafen. Erfahren haben wir 1 Tag NACHDEM wir unsere Sitzpätze reserviert hatten. Auf der DB- Webseite war gar nix darüber zu lesen. Die Infos stammten aus der Tageszeitung. Der Versuch, unsere Sitzplatzreservierung wieder zu stornieren, scheiterte kläglich. Die DB hält es bis heute (22.09.16) nicht für nötig, auf unsere Mail überhaupt zu reagieren. Aber das war noch nicht der negative Höhepunkt unserer Anreise.
Aufgrund der Unsicherheit mit der DB haben wir uns für die PKW- Anfahrt entschieden, den wir dann bei AEROPARKSERVICE in Eschborn parkten. Ein großer Fehler! Die Firma überzeugte uns gleich mehrfach von ihrer kundenunfreundlichen Arbeit. Die Hausnummer ihres Firmensitzes ist so gut wie unmöglich zu finden. Findet man endlich den Empfang sieht man, daß das gebuchte Parkhaus sich gar nicht an dieser Adresse befindet. Und die betagten Shuttles stoßen an ihre Grenzen, sobald 6 Personen mit je einem größeren Koffer zum Terminal gefahren werden müssen.
Unser Flug sollte von Frankfurt über Istanbul via Kilimanjaro nach Mombasa gehen. So stands überall in den Unterlagen. Wir freuten uns darauf, den Berg zu sehen, obwohl uns nicht klar war, wie das im Dunkeln möglich sein soll. Von Frankfurt aus hatten wir einen gemütlichen Airbus A330. In Istanbul waren wir schon etwas verblüfft, denn vor uns stand … für den längeren Teil der Strecke … eine kleinere Boeing 737. Völlig von der Rolle waren wir, als wir später im Flieger auf einmal Zollformulare von TANZANIA ausfüllen sollten. Waren wir im falschen Flieger? Jedenfalls setzten wir dann … mitten in der Nacht … auch noch auf einmal zur Landung an. Wir wußten absolut nicht mehr, was los war. Schrittweise kam dann die Auflösung. Gelandet sind wir auf dem Kilimanjaro International Airport, von dem wir dann weiter nach Mombasa geflogen sind. Also im Grunde genommen eine 2. Zwischenlandung, die aber dank geschickter Kommunikation und mangelhafter Angaben in den Reiseunterlagen für uns völlig überraschend kam. Und “überraschend” ist hier nicht positiv gemeint.

3.) Unser Hotel – das Bahari Beach in Mombasa
Es war ca. 4:00Uhr nachts, als wir endlich in unserem Hotel ankamen. Und ich muß sagen, begeistert waren wir von dem Moment an, wo Kenia Badeurlaubwir auf das Gelände fuhren. Auch den Rezeptionsbereich fanden wir superspitze. Die Bauweise des Bahari möchte ich hier mal als naturbetont bezeichnen. Holz ist das bestimmende Element in den Zimmern und im Außenbereich. Und grün war´s, wohin man auch sah. Einfach Klasse! Was wir später bei ersten Gesprächen mit dem Personal bemerkten, man spricht DEUTSCH im Bahari Beach. Und wer vom Personal kein Deutsch konnte, verstand Englisch. Nachdem wir uns von der schlauchenden Anreise wieder etwas aufgepeppelt hatten und uns im Main Restaurant, einem von 3 Restaurants im Bahari Beach, gestärkt hatten, besuchten wir gleich das 1. Mal den superschönen & großen Pool. Der entwickelte sich während unseres Aufenthalts zu unserem Lieblingsort. Allerdings haben wir häufig etwas Musik vermißt. Nicht die laute Disco-Party-Beschallung, eher so die Hintergrundbeschallung. Aber dies soll nur als Anregung verstanden werden. Was dagegen überhaupt nicht geht, sind die Krähen. Ein Vogelsch… soll ja Glück bringen, aber 2 Treffer an 1 Tag von so einem großen Vogel sind einfach zuviel des Glücks :-\ Gleich am 3. Tag erlebten wir den Super- Service des Bahari Beach. Die Betten waren mir persönlich sowas von zu hart, was mir 1 schlaflose Nacht einbrachte. Es kostete mich genau 1 Gespräch mit der (übrigens deutschen) Chefin des Bahari Beach. Und in der folgenden Nacht hatte ich eine weichere Matratze und habe so super geschlafen, wie lange nicht mehr. Das ist Gästebetreuung, wie man sie sich vorstellt!

4.) Mögliche Aktivitäten
Wer mal nach Kenia kommt, sollte unbedingt eine Safari durch einen von Kenias Nationalparks mitmachen…und dafür ein ordentliches Budget einplanen. Im Bahari Beach hat man die Wahl, über seinen Reiseanbieter eine Safari zu buchen. Oder man vertraut sich einem der reichlich vorhandenen “vertrauenswürdig” wirkenden Beach Boys an. Einheimische Tourenvermittler, die einem dazu noch alles mögliche verkaufen wollen. Ich würde hier lügen, wenn ich sage, ich hätte negatives Feedback von Touren der Beach Boys gehört. Aber Geschäfte mit “James Bond” & “Marco Polo”, 2 Händler die sich mir so vorgestellt haben, kann man nicht als vertrauenswürdig ansehen. Deshalb haben wir unsere Safari bei unserem Reiseanbieter gebucht, eine  1,5 Tage Safari für stattliche 310Euro pro Person. Aber es ist schon ein einmaliges Erlebnis, wenn der wilde Löwe keine 20m von einem entfernt da sitzt. Oder wenn man die Nacht in direkter Nähe einer Elefantenherde verbringt.
2 Tipps an dieser Stelle:

kenia
1.) Der Typ, der sich am Eingang des Nationalparks um Sie “sorgt”, daß Sie die richtige Kopfbedeckung haben, will Ihnen nur für teures Geld einen Hut verkaufen.
2.) Es macht evtl. Sinn, wenn Sie immer den aktuellen Umrechnungskurs Euro <–> Kenya Schilling kennen. Sie werden Punkte haben, wo man mit Freude Ihre Euros als Zahlungsmittel akzeptiert zu einem Umrechnungskurs X. Wenn Sie aber die Bezahlung (auch mit Kreditkarte) in Schilling durchführen lassen und die Umrechnung Ihrer Bank überlassen, könnten Sie noch ein paar Euros sparen. Ein Beispiel, ein Besuch beim kenianischen Friseur sollte 10000 Schilling kosten oder 100 Euro. Bei der Bezahlung haben wir Schilling als Währung gefordert und mit VISA bezahlt. Durch die Umrechnung sind wir dann auf eine Belastung von rund 90 Euro gekommen, also 10% Ersparnis.

5.) Unsere Heimreise
Nach 13 schönen Tagen hieß es  wieder Abschied nehmen. Und dann begann der schlimmste Teil des ganzen Urlaubs. Die lieben Leute von Turkish Airlines hatten erst mal unseren kompletten Flug Istanbul –> Frankfurt geändert. Aus Startzeit 12:00Uhr wurde erst mal 16:10Uhr. So wurde aus rund 1 Stunde Aufenthalt 5 Stunden … und ein megalanger Tag, denn wir waren seit Mitternacht unterwegs. Aber man konnte ja im Flieger nach Istanbul schlafen … ha ha. Wie kann ich sowas denken 🙁 Ich saß am Gang und hatte (ungewollte) Körperkontakte. Nein Nein, nicht die Passagiere, die Flugbegleiter rammelten mich dauernd an und hinderten mich am schlafen. Die Nacht konnte ich getrost als schlaflos abhaken. Die Flugbegleiter hatten eh eine genervte unfreundliche Grundeinstellung. Die waren genau so  ungenießbar, wie das Essen an diesem Morgen.
Und der Ärger setzte sich fort. Wir saßen ja nun rund 4 Stunden in Istanbul fest und gönnten uns ein Mittagessen im BURGERLAB auf dem Flughafen Istanbul. Die Werbung versprach den perfekten Burger. Unsere Erwartungen waren so hoch … und der Fall dann so tief  oder anders formuliert die Enttäuschung so groß. Vom Qualitätslevel war das “schäbige Imbißbude”.
Aber bissel Ärger ging noch. Von Istanbul aus sollte uns ein Airbus A321 nach Frankfurt bringen. Der Flieger war das ganze Gegenteil ggü. der 737. Eng ist kein Ausdruck, Sardinenbüchse ist ne gute Beschreibung. Und ausgerechnet mit diesem noch dazu ausgebuchten Flieger erlebten wir die bisher schlimmsten Turbulenzen. Alles noch in dem Bereich, wo man niemandem was vorwerfen kann. Was aber wieder aus meiner Sicht völlig idiotisch war, während dieser Turbulenzen gabs  Essen & Getränke. Hab schon die Pasta mit Kaffee gemixt auf vielen T-Shirts gesehen. Logisch nicht nachvollziehbar…
Aber der Ärger ging noch weiter. Es gab ja noch Aeroparkservice, wo unser Auto stand. Die Firma hat ihren Hauptarbeitsbereich, den Flughafen Frankfurt noch nicht wirklich verstanden. Das ein ankommender Passagier in bestimmte Bereiche gelenkt wird. Nein, bei Aeroparkservice kommt nicht das Shuttle dem Passagier mit seinen Koffern entgegen sondern umgekehrt :-\


Abschließend unser Fazit:
Kenia ist ein Land, was man mal  gesehen haben sollte
Für einen Aufenthalt eignet sich das Bahari Beach in Mombasa BESTENS
Warnen muß ich vor den Firmen Aeroparkservice und Turkish Airlines

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